GossipGuSp: Sommerlager 2026 – Der Lagerblog

Die GuSp Amstetten verbringen ihr diesjähriges Sommerlager in Tulln an der Donau. Damit alle Eltern – die sich während dieser Woche natürlich ständig Gedanken um ihre armen Kinder machen, die fernab von Mensch und Zivilisation eine Woche voller Spiel, Spaß und glutenfreier Eierkuchen verbringen – immer auf dem Laufenden bleiben, gibt es auch heuer wieder unseren Lagerblog.


Tag 1 – Hurra, Hurra, die GuSp sind da!

Hallo Mama, Hallo Papa,
Für einen Samstag war das Aufstehen heute richtig früh, damit wir den Zug zum langersehnten Sommerlager erwischen. Dennoch haben es fast alle pünktlich zum Zug geschafft, nur einer nicht. Aber wie sagt man? Lieber ein Schnitzelsemmerl in der Hand, als einen Vogl im Bett. Oder so irgendwie.

Nach einer, für uns, halben Ewigkeit sind wir dann endlich beim Lagerplatz angekommen und bestaunten dieses naturbelassene Kleinod. Dennoch blieb uns nicht viel Zeit zum Verschnaufen, sondern in Windeseile ging es gleich an den Zeltaufbau. In kürzester Zeit wurden die Schlaf- und Kochzelte emporgerissen. Wir waren wirklich ein starkes Team!

Doch, was ist ein Essenszelt ohne einen selbstgebauten Esstisch? Richtig: NICHTS!

Mit vielen Zimmermannsklängen, anderen Klängen wie „SchtSchtScht“ und der „Siebeneranaconda“ haben wir alle erforderlichen Möbel aufgestellt und konnten unsere Knotenkenntnisse auf die Probe stellen. Wir alle hatten am Errichten dieser Lagerbauten sichtlich Spaß.

Den Tag beendeten wir mit Calzone über dem Eröffnungslagerfeuer. Das war ein wirklich leckeres Lageressen. 3 Lagerteilnehmer (1 Gu, 1 Sp und 1 Leiter) waren beim Falten des Teiges sehr unbegabt, und hatten dann eher „Owigstessns über d’bodenstiang“.

Und dann war der Tag zum Glück schon zu Ende, denn wir alle waren hundemüde.

XoXo,

euer Gossip-GuSp


Tag 2: Greifende Vögel und die Moser-Buam

Hallo Mama, Hallo Papa,

Die erste Nacht war gut, und wir alle haben wirklich gut geschlafen. Nicht nur, weil in jeder ersten Lagernacht ein besonderer Zauber innewohnt, sondern auch, weil wir alle gestern vor lauter Müdigkeit direkt ins Bett fielen und sofort schliefen.

Nach einem reichhaltigen Nutella NUTOKA-Frühstück konnten wir alle noch ein wenig motivierter in den Tag starten und den letzten wichtigen Aufbau starten. Ihr fragt euch jetzt sicher: „Waaaas? Was gehört denn noch aufgebaut, euer Lagerplatz gleicht doch schon einem kleinen Dorf!“ Ich sage: „Definitiv Nein!“. Jede/r Pfadfinder/in, die/der was auf sich hält, hat eine sonderbare intrinische Motivation, hohe Gebilde aus Baumstämmen und Blauer Schnur zu bauen.

Genau dieser sind wir gefolgt. Um das möglichst à la 2026 auszudrücken „Serwas mauna, wir mochn heite an Fahnenmast“!

Am Nachmittag hatten wir wiederum ein äußerst ergreifendes Programm. Wir waren nämlich auf Besuch bei der Greifvogelzuchtstation Hagenbachklamm. Dort konnten wir so manche interessante Sachen über Greifvögel lernen, und diese auch aus nächster Nähe beäugen.

Hier ein paar Impressionen:

Wir alle, auf einem unscharfen Gruppenfoto.

Wir alle, auf einem unscharfen Gruppenfoto.

AMERIKAAAAAA

AMERIKAAAAAA

Die Eulen-Geschwister

Die Eulen-Geschwister

Eule mit richtig schönem Lidschatten

Eule mit richtig schönem Lidschatten

Big Uhu is watching you.

Big Uhu is watching you.

Uhu mit sehr süßen Öhrchen

Uhu mit sehr süßen Öhrchen

Schau mir in die Augen, Käutzchen

Schau mir in die Augen, Käutzchen

Wir alle, auf einem unscharfen Gruppenfoto. AMERIKAAAAAA Die Eulen-Geschwister Eule mit richtig schönem Lidschatten Big Uhu is watching you. Uhu mit sehr süßen Öhrchen Schau mir in die Augen, Käutzchen

Doch, bei diesem Stroboskop an Programm-Highlights, war nach dieser vogelwilden Naturerfahrung für heute noch nicht Schluss! Unsere Leiterin Edda, ihres Zeichens Bastelkönigin und Handwerksmaus, hatte für uns ein buntes Sammelsurium an Bastelideen die wir verwirklichten. Außerdem haben wir ein ur langes Bechertelefon gebaut.

Als Abendessen gab es Bosna, nach so einem anstrengenden Tag war diese abendliche Stärkung natürlich sehr willkommen.

Auf Anweisung gingen wir um einiges früher als gestern schlafen, denn laut unseren Leiter*innen steht morgen was sehr anstrengendes am Programm. Schauma mal, was wird – was wird.

Gute Nacht und bis morgen!

XoXo,

euer Gossip-GuSp


Tag 3: Wer lang fragt, geht lang her

Hallo Mama, Hallo Papa,

der heutige Tag startete, wie immer, früh und ungewiss. Doch als wir dann den Tagesplan lesen konnten, war uns bewusst, welch verheißungsvoller Tag heute war. Der HIKE. Wir alle warteten schon unsere ganze bisherige GuSp-Zeit auf den gemeinsamen ersten Hike, und heute war dieser Tag gekommen. Wow. Nun gab es kein Entrinnen mehr, denn wenn man die Möglichkeit schonmal hat, durch ein wirklich malerisch schönes Stückerl Land zu hiken, muss man diese auch nehmen.

Take the risk or loose the chance. oderso.

Nach dem Frühstück gings also gleich los auf die große Wanderung – sie startete zwar mit dem Zug – aber das zählen wir jetzt mal mit.

Von Sankt Andrä / Wördern (was ist das eigentlich für ein äußerst eigenartiger Ortsname) ging es also hin zum ersten Zwischenziel, abermals der Greifvogelzuchstation Hagenbachklamm, wo wir schon wieder die Schreie Gesänge durchaus exotischer Vögel vernahmen. Von dort aus ging es dann sowohl über Stock & Stein als auch über Berg & Tal zur Leopold-Figl-Warte, einem bauchtechnisch wie designerisch eher fragwürdigen Bauwerk.https://youtu.be/73s4uUQPUT4
Leopold Figl Warte

Unser Endziel war der „Saab Draken Denkmal“-Kreisverkehr. Das war optisch viel schöner. Wir erreichten es recht spät am Abend, aber wir alle waren glücklich und stolz diese Riesenwanderung geschafft zu haben. Das könnt ihr ziemlich sicher auf diesem Foto erkennen:

Um das ganze modern, im Social-Media-Design zusammenzufassen:

Hier hab ich noch ein paar weitere Impressionen für euch:

Laut Tagesplan stand am Abend zur Feier des erfolgreichen Hikes die „Fette Grillerei“. Das war nicht zu viel versprochen – Kotelettes, Mais, Grillkäse, Knoblauchbaguettes, Zucchinis, Würstel und Gurkensalat machten die lange Hatscherei wett.

Ich bin wirklich müde, und sogar der Muskelkater in meinen Unterschenkeln hat einen Muskelkater, demnach werde ich mich jetzt zu Bett begeben. Wir hören uns morgen. Bussi Baba.

XoXo,

euer Gossip-GuSp


Tag 4: Splish, Splash I was taking a bath

Hallo Mama, Hallo Papa,

Wisst ihr, was das beste am Tag nach einem Hike ist? Müde Glieder in das kühle Nass hängen lassen und die Seele baumeln lassen. Und genau das stand heute am Plan. Also erst am Nachmittag.

Vormittags hingegen mussten wir mal wieder den Lagerplatz in Ordnung bringen. Ich muss zugeben, wir haben vielleicht die letzten Tage das Küchen- und Esszelt ein wenig verludern lassen und das mussten wir heute wieder in den Urzustand bringen. Außerdem, täglich grüßt das Murmeltier, musste wieder einiges an Brennholz gesammelt und gesegnet werden. (✝)

Wie schon zuvor erwähnt, ging es nach einem kurzen Mittagsmahl ab ins Aubad. Das ist quasi der Blindenmarkter Ausee von Tulln. Schnell rissen wir uns die Kleider vom Leib und sprangen in die Fluten. Aye, war das ein Spaß. Wir verbrachten unseren Aufenthalt zu einem sehr großen Teil auf einer riesigen, luftgefüllten, oktopusartigen Insel und machten dort sogar mit mehreren gleichaltrigen Bekanntschaft.

Fazit 1: Die von der Wasserrettung sind auch ganz nett.

Fazit 2: Auch wenn wir mehrere Male Opfer seines Megafons wurden, der Bademeister ist „ein richtiger Chiller“

Als uns dann schon beinahe Schwimmhäute gewachsen waren, verließen wir das Wasser und brauchten noch terrestrische Bespaßung: Basketball, Fußball, Federball. (Hauptsache was mit -ball am Ende)

Fazit 3: Basketball mit einem Volleyball ist wirklich nicht empfehlenswert.

Dunkle Wolken zogen über dem Aubad auf und auch der Bademeister packte Plastiksessel, Megafon und Rettungsreifen zusammen. Das war unser Zeichen für die Heimfahrt. Zuhause angekommen, bereiteten wir Burger zu und lernten einiges über das Erprobungssystem der GuSp (Also wie man zu seinen Abzeichen kommt).

Auch die Nacht wird sicher nicht ereignislos bleiben, denn heute machen wir unsere 1. Nachtwache. Darauf freue ich mich schon total!

Ich kann euch dann morgen davon berichten, was des Nächtens so alles passiert ist.

Eines ist sicher: Es bleibt spannend!

Bis morgen und schlaft gut!

XoXo,

euer Gossip-GuSp


Tag 5: Zum Abschied sag ich leise Servus (zur Fahne)

Hallo Mama, Hallo Papa,
Ihr könnt euch das nicht vorstellen, mitten in der Nacht war es wirklich so weit: unsere Fahne wurde gestohlen und wir alle haben keinen Schimmer, wer das war!
Eines ist klar: das waren wirkliche Profis! Nicht nur dass sie uns in der Nacht, der dunkelsten Tageszeit, überfallen haben, sondern auch dass sie von hinterm Fahnenmast, dem dunkelsten Stück des Waldes, gekommen sind.
Damit war wirklich nicht zu rechnen!

Unsere Theorien sind folgende:
– Es waren mindestens 2 Fladeranten.
– Sie kamen von allen Seiten.
– Die müssen doch irgendwie mit uns in Verbindung stehen, wer weiß denn sonst wo dieses Eckerl Wildnis ist?

Der Umstand der gestohlenen Fahne machte uns frühmorgens zu schaffen, aber als dann nach dem Frühstück unser Tag wieder in geregelten Bahnen verlief, geriet der Verlust fast ein wenig in Vergessenheit.

Weil die Stadt Tulln uns bis jetzt komplett fremd war, wurden wir von unseren Leiter*innen auf Stadterkundung geschickt. Angekommen im Stadtkern lustwandelten wir also mit einem bunt-gemischten Fragenkatalog umher und erreichten nach geglückter Rätseltour mit vielen (mehr oder weniger) richtigen Antworten den Lagerplatz. Somit kamen 6 GuSp, die vorher stark in Unwissenheit glänzten, als quasi Tulln-Profis zurück.

Aber: das wars mit dem Tag noch lange nicht.

Am Nachmittag stand nämlich das Galadinner an. Ihr fragt euch jetzt: „Gala? Dinner? Galadinner?“
Wir bekochen komplett alleine unsere Leiter*innen und diese Bewerten dann alles nach den unterschiedlichsten Kritierien.

Der Menüplan bot ihnen heute:

Als Vorspeise diente eine leckere Fritattensuppe, garniert mit gekochten Karotten.

Als Hauptspeise umsäumten leckere Fleischlaibchen mit Erdäpfelwürfeln unseren Gaumen.

Als Nachspeise versüßte ihnen Palatschinkchen den Tag.

Zwar wurde die geringe Anzahl an Fritatten pro Suppe (mindestens 4 Streifen) und der Gargrad der Laibchen (so rosa waren’s eh ned …) kritisiert, aber unser Service war laut ihnen astrein.

Danach mussten wir abwaschen, denn nur eine saubere Küche ist eine gute Küche. Aber der Abwasch gestaltete sich etwas langwierig. Angebrannte Töpfe sind in jedem GuSp-Leben auf irgendeinem Lager eine Qual. So auch bei uns heute.

Nun denn, der Tag ist lang, die Nacht war kurz, und auch heute haben wir wieder Nachtwache, also wird’s heute schlaftechnisch nicht recht viel ergiebiger, aber es ist, wie’s ist. Ich geh mich jetzt auf’s Ohr hauen.

Bis morgen,

XoXo,

euer Gossip-GuSp


Tag 6: Nur daquer bist wer (Letzter ganzer Tag, wie schnell es doch gehen kann …)

Hallo Mama, Hallo Papa,

eine weitere Nachtwache ging heute Nacht vorrüber, nur diesmal ohne Ereignisse. Fast alle waren pünktlich und pflichtbewusst. Nur jene die am 1. Tag schon nicht pünktlich genug waren, hatten wieder einmal Probleme damit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Aber die Wachekollegin hat unseren Leiter mitten im Schlaf am Fuß gepackt und ihm das lautstark klar gemacht, den hat’s zum Glück fast nicht geschreckt.

Aber Breaking News: In der Früh wurde ein Brief von den Fahnendieben gefunden – wir sind ihnen offenbar eine Brettljause schuldig.

Nach dem heutigen gemeinsamen Frühstück konnten wir uns wieder einmal von der Muse küssen lassen und modellierten mit Specksteinen die verschiedensten Sachen, das war wirklich cool. Wir alle haben wirklich tolle Sachen gefeilt, gesägt und geschmirgelt. Nach dieser Kreativsession ging es direkt über zu einer anderen interessanten Aktivität: Mit Becherlupen haben wir uns diverseste Insekten des Waldes angesehen und Mani hat uns sehr viel darüber erzählen können.

Zur Mittagszeit wagten sich 2 tapfere Ritter an die Entlehrung unseres Waldhäusls. Bei ihrer Rückkehr vom Kampf mit dem Häusl wurden Sie mit tosendem Applaus empfangen und alle waren bis aller Tage Ende dankbar. (Anm. eventuell wurde alles ab der Rückkehr ein wenig ausgeschmückt. Sorry, es war wirklich extrem grauslig.)

Traurig aber wahr, morgen ist schon der allerletzte Tag dieses Lagers, und deshalb haben wir heute schonmal mit dem Abbau angefangen. Ein Küchenzelt ist schon Geschichte, und auch der Tisch der darin war. Die Zeit des restlichen Abends vertrieben wir uns mit Kartenspielen, Dralli Bolognese, Smores und einem kurzen Spielplatz-Abenteuer. Dort gab es eine tolle Nestschaukel, Schaukelpferde und ein Karussell. Auch unsere Leiter*innen hatten eine wirklich gute Zeit und drehten eine Runde nach der nächsten am Ringelspiel. Wo wir wieder bei Dralli wären.

Wahnsinn wie schnell so eine Woche vorüber gehen kann!

Ich freue mich schon sehr auf euch morgen, das Bettchen zuhause hat auch seine Vorzüge.

Bis morgen und Gute Nacht!

XoXo,

euer Gossip-GuSp